Häufig gestellte Fragen
Warum ein Familienrat?
Der Familienrat fördert Mitbestimmung, stärkt die Selbstwirksamkeit der Familie, nutzt vorhandene Ressourcen und bezieht soziale Netzwerke aktiv ein. Der Ansatz ist kultursensibel und lebensweltorientiert.
Wer nimmt am Familienrat teil?
Am Familienrat treffen sich die Familie sowie weitere Verwandte und nahestehende Personen aus dem sozialen Umfeld, um gemeinsam Lösungen für ein bestehendes Problem zu erarbeiten.
Was ist das Ziel eines Familienrats?
Ziel ist es, dass die Familie einen eigenen Lösungsplan erstellt, der sowohl ihren Bedürfnissen als auch den Sorgen und Anforderungen der beteiligten Fachpersonen entspricht.
Wie läuft ein Familienrat ab?
Nach sorgfältiger Vorbereitung findet ein Treffen statt, in dem die Familie eigenständig einen Lösungsplan entwickelt. Dieser wird dokumentiert und von allen Beteiligten umgesetzt.
FLUSSDIAGRAMM
Wer kann einen Familienrat beauftragen?
Ein Familienrat kann durch die KESB, Berufsbeistandspersonen oder direkt durch die Familie selbst initiiert werden. Voraussetzung ist das Einverständnis der Familie.
Was passiert nach dem Familienrat?
Alle Teilnehmenden erhalten den gemeinsam erarbeiteten Plan. Nach einem festgelegten Zeitraum (in der Regel ca. drei Monate) findet ein Folgetreffen zur Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der Vereinbarungen statt.
Wer finanziert den Familienrat?
Die Finanzierung des Familienrats ist im Einzelfall abzuklären. Sie kann subsidiär über die Verwaltungsbehörde (z.B. Sozialamt, Soziale Dienste) erfolgen. Die Verwaltungsbehörde kann Kostenbeteiligungen von den Eltern prüfen. Die Kosten des Familienrats können je nach zuweisender Stelle auch Verfahrenskosten (KESB, Gericht) darstellen. Die Finanzierung ist im Einzelfall zu klären.